Als auf Sylt Luftschutzbunker, Löschwasserzisternen und -Teiche gebaut wurden
Baumaßnahmen für den zivilen Luftschutz auf der Insel Sylt begannen um 1938. Sie wurden von der Bevölkerung kaum wahrgenommen.
„Ich will Meier heißen, wenn auch nur ein feindliches Flugzeug über Deutschland erscheint“.
Quelle: Wikipedia „Zitate7“
Die Bauarbeiten machten einen „zivilen“ Eindruck und wurden auch von einheimischen Unternehmen ausgeführt. In den ländlichen Sylter Gemeinden hat man überwiegend Löschwasserzisternen und -Teiche für den Brandschutz angelegt. Für deren Ausführung gab es eine mehrseitige Vorschrift.
In Neubauten für die Marine und Luftwaffe erhielten die Wohnungen und Häuser im Keller einen Luftschutzraum mit einer Stahltür. Unter dem dortigen Kellerfenster befanden sich Steigeisen zum Ausstieg in einen Lichtschacht, auf dessen Abdeckungsgitter stand in großen Buchstaben „Luftschutz“. Bei jedem Haus in der Marinesiedlung stand zusätzlich auf dem Hof ein kleines, reetgedecktes Holzhäuschen, so groß wie eine Baustellen Toilette. Darin befand sich ein 25 m Feuerwehrschlauch mit Spritze und einen Unterflurhydranten Schlüssel mit dem man den Schlauch an einem Unterflurhydranten anschließen konnte.
Baustelle 1940 in Wenningstedt
A) Die Baustelle eines Luftschutzbunkers neben dem ehemaligen Hotel „Hammerich“ in der Bertin-Bleeg-Straße, war von den Dünen aus sichtbar.
B) Nach dem Krieg wurde der Luftschutzbunker 1953 mit einem Wohnhaus/Lebensmittelgeschäft z.T. überbaut und der Bunkereingang mit Bauschutt zugeschüttet.
Antwortschreiben der Drägerwerk Lübeck vom 2.2.44. auf eine Anfrage der Stadt Westerland vom 28. Januar 44.
„Es wurde festgestellt, dass der L.S.Bunker in der Friesischenstr. in Westerland, noch nicht mit einer ordnungsgemässigen Belüftungsanlage versehen worden ist. Es handelt sich hier um einen Bunker, von denen bereits einige Apparate, von Ihrer Fa., eingebaut worden sind. Sicherheitshalber, füge ich eine Zeichnung (Anlage Plan IILP 40/402) bei. Ich bitte um Prüfung, ob die Lieferung mit gleichzeitiger Montage erfolgen kann. Nach Einsichtnahme der Zeichnung, bitte ich um gefällige Rückgabe“.
Text Quelle: Sylter Archiv
Aktennotiz der Stadt Westerland vom 12. Febr. 44. an Herrn Oberleutnant Gross zur Kenntnis.
„Aufgrund des Erlasses vom 20.04.42. des Kriegsministers für Bewaffnung und Munition, können Städte unter 75.000 Einwohner, für den Einbau „Gasschutz und Atemgeräte“ nicht mehr berücksichtigt werden. einen Antrag auf Sondergenehmigung zu stellen, wäre daher wohl zwecklos. Z.d.A. (Zu den Akten) Bunker Friesischestr.“
Text Quelle: Sylter Archiv
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