Findlinge aus Sylter Hünengräbern für den Küstenschutz (updated)
Auf der Insel Sylt hat man die Pfähle der 150 Jahre alten Holzbuhnen im Jahr 2021 gezogen und die Findlinge aus den Buhnen südlich von Westerland, bei dem Parkplatz „Oase zur Sonne“ gelagert.
Im Oktober 2022 wurden die Findlinge, etwa 1.500 Stück in 51 Wagen-Ladungen zum Basaltsteindeckwerk, westlich vom Leuchtturm Ellenbogen – West transportiert. Ein Teil der Ladung hat man anschließend auf das Uferdeckwerk, nördlich des Leuchtturmes, verlegt.
„Im Jahr 1858 veröffentlichte C. P. Hansen eine Beschwerde über die Vernichtung der Altertümer auf Sylt, veranlasst durch die zunehmende Verwendung von Steinen für größere Bauten, wie für den Leuchtturm in Kampen und den Buhnenbau. Darüber hinaus waren sogar aus der jütischen Enklave Mögeltondern Arbeiter nach Sylt gekommen, um hier die benötigten Steine für ein Straßenpflaster zu sammeln, wobei manches Riesenbett zerstört wurde.
Das Vorgehen Hansens zeitigte den Erfolg, dass die Zerstörung der Grabhügel ohne Wissen der Ortsobrigkeit streng verboten wurde. Nach dem Übergang der Insel auf Preußen wurde dieses Verbot nicht erneuert, so dass die Zerstörung der Grabhügel bis in die Nachkriegsjahre hinein anhielt“.
Quelle: Aus „Sylt“ von Prof. Friedrich Müller, bearbeitet und ergänzt von Dr. D. Fischer.
Ein Unikat unter 1.500 Findlingen. Den braunen Porphyr brachte das Gletschereis ebenfalls von Skandinavien nach Sylt
„Gesteine mit porphyrischem Gefüge entstehen, wenn Magma im Erdinneren langsam erkaltet. In der Tiefe bilden sich bereits wenige, aber große Kristalle, die in der Schmelze schwimmen. Kommt es dann zu einem schnellen Aufstieg des Magmas mit Vulkanausbruch, kühlt das verbleibende Magma sehr rasch ab und kristallisiert. Dabei entstehen zahlreiche, mikroskopisch kleine Kristalle, die als Grundmasse oder Matrix bezeichnet werden“.
Quelle: Wikipedia
A) Der fast 70 cm hohe Porphyr befand sich in dem Spülfeld der Fundstelle „An der Himmelsleiter“. Er sah aus, wie eine große Kerze, an der das Wachs runter gelaufen ist. Das vergrößert dargestellte Teil ließ sich mit etwas Kraftaufwand abbrechen und dient als Materialprobe für weitere Untersuchungen.
Für eine Bergung war der Porphyr zu schwer. Z. Zt. befindet er sich 50 bis 100 cm unter dem Strandsand (Breite: 54,54,8 41 – Länge: 8,17,41 3).
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23 – Windkanter auf dem Roten Kliff
Windkanter sind Gesteinsbruchstücke und Steine, die durch Windschliff eine oder mehrere Kanten (Einkanter, Dreikanter oder Vielkanter) erhalten haben.

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